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Die Westbesucher, die die Reisefreiheit besaßen, konnten die Grenze über die Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße überqueren. Das Gebäude ist als Tränenpalast in die Geschichte eingegangen, da hier viele Tränen des Abschieds geflossen sind.
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Das Leben der Anderen im Fokus der SED
Im Februar 1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gegründet. Aufgaben dieser Organisation waren die Westspionage und die gewaltsame Unterdrückung aller jener, die sich gegen das SED-Regime stellten. Mit der Sowjetunion als großes Vorbild, stand der Aufbau eines Spitzelsystems, an dem inoffiziell geschätzt 90.000 Privatpersonen beteiligt waren, im Fokus. Dies war die Geburt eines Überwachungsstaates, der kein Briefgeheimnis und keine Privatsphäre kannte. Der Wolf im Schafspelz zerstörte gezielt das Leben der Anderen und rechtfertigte das mit der Staatssicherheit. Eine ungeheure Maschinerie wurde in Gang gesetzt und jeder der sich dem widersetzte denunziert, verleumdet oder gar inhaftiert.
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„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Mit diesem verlogenen Satz will DDR Regierungschef Walter Ulbrich die Presse beruhigen, während er sich längst mit dem sowjetischen Staatschef Nikita Sergejewitsch Chruschtschow auf die Abriegelung der Grenzen zu Westberlin geeinigt hat. Nur zwei Monate später, in der Nacht zum Sonntag dem 13. August 1961 marschieren Volkspolizei und Betriebskampftruppen an der Sektorengrenze auf und sperren alles mit Stacheldrahtzaun ab. Von einem Tag auf den anderen werden die Menschen in West- und Ostberlin voneinander getrennt, Straßen, Plätze und Häuser geteilt und die Bahn-Verbindungen unterbrochen. In den ersten Tagen wagen viele noch die spontane Flucht, aber der systematische Aufbau der Mauer als undurchdringliche Abrieglung zum verhassten Kapitalismus nimmt seinen Lauf.
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Als hätte die Stadt unter Hitler nicht schon genug gelitten, sahen sich die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg den politischen Machtkämpfen der vier Siegesmächte Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich ausgesetzt. Ost gegen West, Kommunismus gegen Kapitalismus. Deutschland wurde zunächst in zwei Teile gespalten, in die BRD und in die DDR und nachdem viele aus dem Osten in den Westen übergesiedelt sind, wurden die Grenzübergänge ganz verschlossen. Kurze Zeit später wurde 1961 die Mauer gebaut und alle, die sich zu diesem Zeitpunkt im Osten Deutschland befanden von der restlichen Welt abgeschnitten. Was irgendwann als gutgemeinte Ideologie begann, wurde vielen Menschen in der DDR zum Verhängnis. Es folgten Jahre der totalen Kontrolle und Überwachung. Wer nicht mitspielte wurde gefügig gemacht und viele Fluchtversuche in den freien Westen endeten tragisch. Erst 28 Jahre später wurde die Mauer wieder geöffnet.
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