EnglishFrenchGermanItalianSpanish
Altstadttrip nach Heidelberg

Altstadttrip nach Heidelberg – Ein Tag in der romantischen Neckarstadt

Nicole Manstedt · 13.08.2017 · Deutschland, Europa, Heidelberg

Heidelberg ist wundervoll. Diese hübschen Gassen mit den pittoresken Hausfassaden, Efeu berankt und ab und an blättert irgendwo etwas Farbe ab. Eine Altstadt wie ich sie liebe. Zudem bequem zu Fuß zu erkunden mit unglaublich viel Schönem an jeder Ecke und jedem Winkel. Manchmal ganz offensiv und dann wieder versteckt in kleinen Seitenstraßen.

Für mich ein großes Vergnügen. Ausgerüstet mit meiner Kamera begebe ich mich auf Erkundungstour und bin entzückt von so vielen Details. Kaum Autos, aber dafür jede Menge Fahrräder die an den Hauswänden anlehnen. Hier und da eine alte Vespa. Wäsche, die aus dem Fenster hängt. Leute, die vor ihren Häusern auf den Treppenstufen chillen. Ich habe gar nicht das Gefühl noch in Deutschland zu sein. Eher in einem kleinen Ort irgendwo in Italien.

St. Annakirche und Café La Flamm

Früh morgens sind die Straßen noch fast leer und ich habe freie Sicht bis ans andere Ende, wo wieder interessante Orte auf mich warten. Wie die St. Annakirche am Ende der Neugasse. Die schöne Fassade mit der Scheinkuppel macht mich neugierig und ein Besuch der Kirche bringt ein verwunschenes Kleinod zum Vorschein. Relativ schlich, aber dennoch wunderschön, was früh morgens wohl auch am hereinfallenden Licht liegen mag. Die Kirche steht wahrscheinlich in keinem Reiseführer, aber ein Blick ins Innere lohnt sich definitiv.

Ein Stückchen weiter, in der Märzgasse finde ich eine kleine französische Patisserie. Die Patisserie La Flamm ist wirklich sehr klein, fast schon niedlich mit ein paar wenigen Tischen vor den bunt einladenden Schaufenstern. Ich habe Glück und noch einen ergattert. Die Erdbeer-Tartlet sind ein Traum. Wenn du hier mal vorbei kommst, musst du die unbedingt probieren.

Heidelberg und seine schönen Plätze

Zurück zur Hauptstraße und in die nächsten spannenden Seitengäschen. Schiffgasse, Sandgasse und Marstallstraße mit dem Zeughaus am Ende – ebenso bezaubernd wie das vorher entdeckte. Gemächlich flaniere ich durch alle Gassen, mache hier und da ein Foto für Instagram und den Blog und freue mich über so viel zeigbares Material.

Von der Hauptstraße, an der sich ein Geschäft neben dem anderen befindet, führen weitere Gassen ab, die wiederum zu schönen Plätzen mit gusseisernen Brunnen führen. Da wäre der Universitätsplatz mit Löwenbrunnen und dem alten Mitteltor und gleich schräg gegenüber der Heumarkt mit dem Sume-Brunnen. Früher wurden die Kinder hier auch Neggasume genannt. So wie die kleinen durchsichtigen Fischchen, die man wieder zurück ins Wasser wirft, damit sie noch wachsen können.

Marktplatz und Heiliggeistkirche

Über die angrenzende Untere Straße laufe ich weiter zum Marktplatz auf dessen Mitte die Heiligkeistkirche steht. Mein nächstes Ziel, denn von dort oben hat man eine fulminante Aussicht über die Altstadt und zum Schloss. Die 204 Stufen sind schnell erklommen und dadurch, das ich zwischen zwei Treppenaufstiegen immer mal quer durchs innere der Kirche schlendern kann, auch nicht so anstrengend. Da bin ich Schlimmeres gewohnt, wie zum Beispiel der schweißtreibende Aufstieg der Frelsers Kirke in Kopenhagen.

Von hier oben blicke ich auf die orangefarbenen Dächer der Altstadt, runter auf das Hotel zum Ritter und die Jesuitenkirche, die ich mir beim nächsten Heidelberg-Besuch definitiv ansehen muss. Die Aussicht ist ein Fest für jeden Fotografen.

Der Marktplatz ist gesäumt mit vielen Cafes und Restaurants. Ideal für eine kleine Mittagspause. Frisch gestärkt gehts weiter zum Karlsplatz mit Burgpanorama im Hintergrund und neuen versteckten Seitenstraßen mit lustigen Namen wie Eselspfad.

Mit der Bergbahn zum Schloss

Dann aber endlich zur Bergbahn, die gemütlich den steilen Berghang hoch auf den Königsstuhl zuckelt und mich am Schloss rauslässt, das ich nun schon aus allen Ecken der Altstadt bewundern konnte. Hier überrascht mich eine weitläufige Parkanlage und eine grandiose Aussicht auf das grüne Tal.

Oh ja, Heidelberg ist grün. Eng umschlungen vom Königsstuhl und Gaisberg bietet dieser Ort auch für jedes Wanderherz eine passende Tour. Vom Schloss blicke ich runter auf die Altstadt und auf den gegenüberliegenden Heiligenberg, wo sich durch das Dickicht der Bäume der Philosophenweg am Hang entlang schlängelt. Dort oben in 700 Metern Höhe auf dem Naturbalkon sollen lauter Exoten wie die japanische Wollmistel, Bambus spanischer Ginster und portugiesische Kirsche gedeihen.

Ich nehme mir vor den Philosophenweg beim nächsten Mal zu erkunden und genieße noch für einen Moment die grandiose Aussicht. Die Altstadt mit der eben bestiegenen Heiliggeistkirche, die Alte Brücke und den Fluss, der sich malerisch durchs Tal zieht. Einfach herrlich schön!

Du kannst hier oben natürlich noch mehr unternehmen. Das Ticket der Bergbahn umfasst auch den Eintritt ins Schloss, aber zugegeben, mich interessiert das große Weinfass und das Apothekenmuseum nicht so sehr und bin vollends zufrieden mit dem dargebotenen.

Zurück ins Tal geht es über eine steile Kopfstein gepflasterte Gasse. Auf dem Weg nach unten überhole ich so manche Dame mit Stöckelschuhen. Was bin ich froh festes Schuhwerk anzuhaben!

Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu und ja ich hab mich in Heidelberg verliebt. Ein wunderbares Städtchen mit so viel Sehenswertes und illustren Geschichten drum herum.

Und jetzt freue ich mich auf deine Geschichten zu Heidelberg in einem Kommentar unter diesem Artikel.

2 Kommentare:
  1. Liebe Nicole,
    wieder einmal ein toller Blog über eine wunderschöne Stadt. Es ist Jahre her, dass ich dort war. Dein Bericht macht richtig Lust, die Erinnerungen aufzufrischen.

    Liebe Grüße,

    Peter

    Peter Brodt · August 13, 2017
    • Danke dir lieber Peter. Freue mich sehr darüber, das dir der Artikel gefällt.
      Heidelberg ist eine richtig schöne Stadt.Vielleicht klappt es ja bald mit einem Ausflug.
      Hab noch einen schönen Sonntag.

      Liebe Grüße, Nicole

      Nicole Manstedt · August 13, 2017

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare via E-Mail.