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Citytrip Kopenhagen – Was du in Dänemarks Hauptstadt alles unternehmen kannst

Nicole Manstedt · 05.03.2017 · Dänemark, Europa, Kopenhagen

Kopenhagen ist einfach cool. Die Dänen lieben es, das Praktische mit dem Schönen zu verbinden. Egal ob coole Fashionlabels, Möbeldesign, Gebrauchsgegenstände oder in der Architektur, hat Dänemark viele Designklassiker wie den Egg Chair von Arne Jacobsen hervorgebracht. Die bekannte Modedesignerinnen Marlene Birger kommt aus Kopenhagen, ebenso der polarisierenden Regisseur Lars von Trier und die weltberühmte Oper in Sydney ist ein architektonisches Meisterwerk von Jørn Utzon. Kopenhagen gilt als Zentrum des Danish Designs in seiner Urform. Puristisch, funktional auf den Punkt gebracht. Das spürt man überall in Kopenhagen. Egal ob cooler Streetstyle, durchdachte Raumkonzepte in den Cafés oder Bars oder einfach auch die gelassenere Einstellung zum Leben, die die Dänen laut World Happiness Studie zu den glücklichsten Menschen der Welt macht.

Ich war jetzt schon zwei Mal in Kopenhagen und bin einfach begeistert von der entspannten Art der Dänen und der relaxten Atmosphäre der Stadt. Mit diesem Artikel möchte ich dir einen kleinen Überblick über die Schöne im Norden geben und ein paar Inspirationen wie du du deinen Citytrip in Kopenhagen gestalten kannst.

Inhalt

  1. Wie viele Tage solltest du für Kopenhagen einplanen und was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten?
  2. Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch in Kopenhagen?
  3. Wie viel Budget musst du für Kopenhagen einplanen und lohnt sich die Copenhagen Card?
  4. Wie kommst du vom Flughafen ins Stadtzentrum?
  5. Hotel D’Angleterre – Die weiße Diva am Kongens Nytorv
  6. Die öffentlichen Verkehrsmittel – Von Geisterzügen und Umweltzielen
  7. Bootsfahrt durch die Kanäle – Das Venedig des Nordens
  8. Aussichtspunkte in Kopenhagen – Der Sonne entgegen
  9. Essen – Morgenmad, Frokost und Middag
  10. Meine Gedanken zum Schluss

Wie viele Tage solltest du für Kopenhagen einplanen und was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten?

Für Kopenhagen solltest du mindestens drei Tage einplanen. Natürlich kannst du in Dänemarks Hauptstadt auch länger bleiben, ohne das es dir langweilig wird, aber um dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen und einen Einblick in die lockere und entspannte Mentalität, für die die Dänen so bekannt sind, zu erhalten reichen drei Tage.

Wenn du aber noch einen Ausflug zum Wasserschloss Frederiksborg in Hillerod planst, dir die berühmte Filmkulisse von Shakespear´s Hamlet auf Schloss Kronborg in Helsingor ansehen oder die Kathedrale von Roskilde auf der Insel Seeland, in der fast alle Könige und Königinnen Dänemarks ihre letzte Ruhestätte fanden, besichtigen möchtest, kannst du für deinen Besuch auch locker einer ganze Woche einplanen.

In den ersten drei Tagen

In den ersten zwei Tagen empfehle ich dir der Königsfamilie auf Amalienborg einen Besuch abzustatten, Christiansborg und Rosenborg zu besichtigen, die Aussicht vom Rundertarn zu genießen und die Erköserkirche zu erklimmen. Eine Bootsfahrt auf den Kanälen vorbei am Schwarzen Diamanten, der königlichen Oper, der kleinen Meerjungfrau und dem Schiff von Königin Magarete II. sollte nicht fehlen. Abends kannst du dich im Tivoli, Kopenhagens Vergnügungspark amüsieren oder entspannt am Nyhavn den Tag ausklingen lassen. Den dritten Tag kannst du dann für eine ausgiebige Shoppingtour durch die vielen Design- und Fashionläden nutzen, auf den Spuren von Hans-Christian Andersen wandern oder der Freistadt Christiania einen Besuch abstatten.

Tagesausflüge und Museen

Hast du dich für einen längeren Aufenthalt entschieden, nutze die nächsten Tage für Tagesausflüge ins Umland oder besuche Kopenhagens Museen. Beispielsweise das Design Museum, wo du dir eine Retrospektive des dänischen Möbeldesigns seit dem 20. Jahrhunderts ansehen kannst oder die berühmte Carlsberg Glyptotek mit ihrer umfangreichen Sammlung archäologischer Exponate aus der Antike bis hin zur modernen Malerei. Wenn du auf zeitgenössische Kunst stehst, kann ich dir das Den Frie Centre of Contemporary Art empfehlen, in dem auch regelmäßig Performenskünstler auftreten. Auch ein Besuch im Arken, dem Museum für moderne Kunst in Ishøj, einem Vorort im Süden der dänischen Hauptstadt, ist lohnenswert.

Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch in Kopenhagen?

Wir waren das erste Mal Ende Mai in Kopenhagen und hatten wunderschönes, sonniges Wetter. Es hat nur einmal kurz genieselt. Von den Temperaturen her war es schon so warm, dass du im T-Shirt rumlaufen konntest und nur eine leichte Jacke zum Drüberziehen brauchtest. Grundsätzlich eignen sich die Monate Mai bis Oktober für eine Stadtbesichtigung, aber wenn du vorhast Christiansborg zu besichtigen, solltest du vorher prüfen, ob das auch möglich ist. Christiansborg, der heutige Sitz des Parlaments, wird häufig für Staatsempfänge genutzt und ist dann nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Auf der Internetseite kannst du die Termine einsehen und im Vorfeld deinen Besuch planen.

Wie viel Budget musst du für Kopenhagen einplanen und lohnt sich die Copenhagen Card?

Trotz Mitgliedschaft in der EU haben die Dänen ihre eigene Währung, die Dänische Krone, kurz DKK behalten. Das wurde schon vor der Einführung des Euros beschlossen. Kopenhagen macht seinem Namen, der übersetzt Hafen der Kaufleute heißt, alle Ehre und gilt nicht gerade als günstigste Metropole, aber mit einer Copenhagen Card in der Tasche kannst du durchaus einige Einsparungen machen.

Copenhagen Card

Mit der Copenhagen Card, erhältst du mittlerweile in 73 Museen und Sehenswürdigkeiten freien Eintritt. Für viele weitere Attraktionen, Restaurants und Cafés gibt es Rabatte und die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist ebenfalls inkludiert.

Für unseren 2-Tägigen Aufenthalt im Mai 2014 hatte ich uns jeweils die 48-Stunden-Karte für 65 € online gekauft. Jetzt kostet sie 71 Euro. Ich hatte mir die Karten damals für 8 € per Post zuschicken lassen. Du kannst sie aber auch gegen einen Voucher im Service Center am Flughafen im Terminal 3 oder in der Touristeninformation in Vesterbrogade 4 A im Zentrum Kopenhagens abholen. Da es zu den Karten aber noch ein Booklet, in dem alle Sehenswürdigkeiten mit Adresse, Öffnungszeiten und nächstgelegener Haltestelle noch mal beschrieben sind, gibt, würde ich dir empfehlen, es dir ebenfalls per Post zuschicken zu lassen. So kannst du dir vorher schon das raussuchen was dich am meisten interessiert und deinen Kopenhagen-Trip perfekt planen.

Zusammengefasst hat sich die Copenhagen Card definitiv für uns gelohnt. Allein die Besichtigung von Amalienborg (95 DKK), Rosenborg (110 DKK) und Christiansborg (150 DKK) kosten zusammen 48 Euro (355 DKK). Wenn du die Aussicht vom Rundertaarn (50 DKK) und der Frelsers Kirke (35 DKK) genießen möchtest, kommen noch mal 12 Euro (85 DKK) hinzu. 95 DKK bezahlst du für die Carlsberg Glyptotek und 115 DKK für den Besuch im Arken. Da sind wir schon bei 87 Euro. Um zum Arken zu kommen musst du die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und bist zusammen mit einer Tageskarte dann locker bei 100 Euro. Mit der Copenhagen Card hättest du schon 35 Euro eingespart.

Wie kommst du vom Flughafen ins Stadtzentrum?

Je nach dem wo dein Hotel ist, empfehle ich dir den Zug oder die Metro. Mit dem Zug kommst du zum Hauptbahnhof, der bereits mitten in der Innenstadt liegt und die Metro bringt dich zur ebenfalls zentral gelegenen Nørreport Station. Beide Fahrten dauern ungefähr 15 Minuten und bieten unzählige Anschlussmöglichkeiten. Die Zugtickets bekommst du im Ticketcenter im Terminal 3 gleich über dem Bahnhof oder am Automaten.

Je nachdem wo sich dein Hotel befindet, kannst du auch die Metro nehmen, die sich ebenfalls im Terminal 3 befindet. Wenn du in Terminal 2 ankommst gelangst du über eine überdachte Fußgängerbrücke zum Terminal 3. Von Terminal 1 fahren auch kostenlose Shuttlebusse zu den anderen beiden Terminals. Wir haben die M2 bis zur Station Kongens Nytorv genommen, die in nächster Nähe zu unserem Hotel liegt.

Hotel D’Angleterre – Die weiße Diva am Kongens Nytorv

An dieser Stelle möchte ich dir auch kurz das Hotel D’Angleterre ans Herz legen, in dem wir bei unserem ersten Kopenhagenbesuch in 2014 zwei wundervolle Tage verbracht haben. Das Hotel D’Angleterre befindet sich direkt am Kongens Nytorv, einem der zentralen Plätze von Kopenhagen, nur einen Katzensprung vom Nyhavn entfernt.

Das Hotel blickt auf eine 200jährige Geschichte zurück. Berühmte Dichter wie Hans-Christian Andersen oder Erich Kästner wohnten hier und Alfred Hitchcock drehte hier 1966 Szenen seines Films „Der zerrissene Vorhang“. Auch Marlene Dietrich oder der Dalai Lama waren schon Gäste der weißen Diva. Tolles Ambiente, schicke und ruhig gelegene Zimmer, Metro Station direkt vor der Tür und somit zentrale Anbindung in alle Stadtteile Kopenhagens, machen das D’Angleterre zum perfekten Hotel für einen Wochenendtrip.

Das D’Angleterre hatte ich schon in meinem Artikel Die optimale Reiseplanung – In 13 Schritten zu deiner Traumreise erwähnt und hatte ich direkt bei The Leading Hotels gebucht. Wenn es etwas weniger opulent sein soll kann ich dir noch das Scandic Front im beliebten Hafenviertel Nyhavn empfehlen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel – Von Geisterzügen und und Umweltzielen

In Kopenhagen kannst du Metro, S-Bahn, Bus, Boot oder mit dem Fahrrad fahren. Die Metro gibt es erst seit 2002, dafür aber hochmodern und vollautomatisch. Wundere dich also nicht, wenn vorne kein Zugführer sitzt. Es gibt zwei Linien, die insgesamt 17 Stationen abdecken.

Einzelfahrkarten und Mehrtagestickets

Kopenhagen ist wie London in Zonen (1-8) eingeteilt, wobei du innerhalb der Stadt nur eine Fahrkarte für die Zonen 1-2 benötigst und nur falls du mit der Metro vom Flughafen ins Zentrum fahren möchtest eine Fahrkarte bis Zone 3. Du hast die Möglichkeit Einzelfahrkarten zu ziehen, dir eine 10er-Karte (Klippekort) oder eine Zeitkarte (Abonnementskort) zu kaufen. Wichtig zu wissen ist noch, dass die Tickets übergreifend für alle öffentlichen Verkehrsmittel gelten. Mit der S-Bahn gelangst du auch in die Vororte von Kopenhagen und wenn mal keine Metro-Station in der Nähe ist, kannst du auf den Bus ausweichen, der fast immer über den Rathausplatz in der Altstadt fährt.

Kopenhagen City Pass

Wenn du viel unterwegs sein wirst, macht ein City Pass Sinn, den du für 24 Stunden (80 DKK) und 72 Stunden (200 DKK) erwerben kannst oder du hast die Copenhagen Card wie wir, die die kostenlose Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel beinhaltet.

Hafenbusse

Die Hafenbusse sind die gelben Schiffe, die zwischen der City und Christianshavn/Holmen täglich zwischen 6:00 und 19:00 Uhr alle 30 Minuten fahren.

Fahrrad

Ansonsten ist in Kopenhagen das Fahrrad das Hauptverkehrsmittel. Vom normalen Angestellten bis hin zum Parlamentsabgeordneten fahren knapp 50% aller Arbeitnehmer auch mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und das tun sie schon seit den 1820ern. Während es damals noch die schnellste und günstigste Methode war um von einem Ort zum anderen zu gelangen, strebt Kopenhagen bis zum Jahr 2025 an, die erste kohlenstoffneutrale Hauptstadt der Welt zu werden. Wirklich sehr vorbildlich. Auch du kannst dazu beitragen und dir gegen einen Pfand von 20 Dänischen Kronen an über 110 Stationen innerhalb des Zentrums ein Fahrrad ausleihen.

Bootsfahrt durch die Kanäle – Das Venedig des Nordens

Man nennt Kopenhagen auch das Venedig des Nordens, was ich anfangs überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Kopenhagen liegt zwar am Meer, ist aber eine junge und moderne Stadt, geprägt von Visionen, die sich im funktionalen Design und in der avantgardistischen Architektur, die man vor allen in Hafennähe findet, widerspiegeln. Im Gegensatz zu Venedig fahren hier auch Autos und anstatt der Romantik des venezianischen Hochadels spüre ich hier eher den wilden und beständigen Geist der alten Wikinger. Aber tatsächlich gibt es in Kopenhagen mehr Brücken als in Venedig, viele Kanäle durchziehen die Stadt und die Menschen hier fühlen sich eng mit dem Wasser verbunden.

Also nutz auf jeden Fall die Gelegenheit dir Kopenhagen vom Wasser aus anzusehen und steig am Gammelstrand in eins der vielen Boote. Die 60-minütige Fahrt auf den schmalen Kanälen führt dich vorbei an der Börse, der Königlichen Oper, dem schwarzen Diamanten, dem Boot der Königin, der kleinen Meerjungfrau und Schloss Christiansborg.

Aussichtspunkte in Kopenhagen – Der Sonne entgegen

Vom Wasser aus geht es in die Höhe, der Sonne entgegen. Egal wo ich bin, ich komme an keinem Türmchen vorbei. Das ist wie das Ding mit der Seilbahn. Gibt es eine, muss ich auch damit fahren. Irgendwie liebe ich die Höhe und das Gefühl alles überblicken zu können.

Frelsers Kirke

Die Frelsers Kirke befindet sich im Stadtteil Christianshavn auf der Insel Amager. Das besondere an ihr ist ihr 90 Meter hoher Turm, den du über insgesamt 400 Stufen erklimmen kann. Die letzten 150 Stufen verlaufen außerhalb um die Turmspitze herum und enden im Nirgendwo.

Viele Aussichtstürme sind beschwerlich zu besteigen, oft steil und eng und man hat kaum Gelegenheit sich irgendwo festzuhalten, aber die Frelsers Kirke hat meine volle Konzentration erfordert. Während ich anfangs noch auf einer breiten Holztreppe Stufe für Stufe nach oben gelange, wird es nach einer Tür im Inneren dann richtig haarig um nicht zu sagen sogar waghalsig. Die extrem schmale Treppe geht steil nach oben. Du hast nicht immer ein richtiges Geländer zum Festhalten und die Stufen sind so winzig, das die Füße kaum einen festen Stand haben. Immer wieder kommen dir Leute entgegen und du musst in eine der Nischen ausweichen.

Ich habe mich schon während des Aufstieges immer wieder gefragt, wie ich da jemals wieder runter kommen soll. Meinen Freund hatte ich bereits auf halber Strecke verloren, der verfrüht den Rückzug angetreten hat. Die letzten Stufen habe ich mich auf allen Vieren nach oben gezogen und war schweißgebadet als ich endlich im Freien stand. Dann geht es aber spiralförmig noch 150 Stufen außerhalb des Turms weiter, nur durch ein goldenes Messingeländer vorm Absturz in 90 Meter Tiefe geschützt. Für Menschen mit Höhenangst ist das definitiv nichts.

Rundertaarn

Der Aufstieg im Rundetaarn im Stadtzentrum dagegen ist ein Spaziergang. 15 Meter breit gebaut, konnte man früher mit dem Pferdewagen hier hochfahren, um die schweren Bücher in die Bibliothek transportieren zu können. Es gibt keine Treppe, sondern es geht einfach spiralförmig hoch bis zur Aussichtsplattform, von der du einen schönen Blick auf die Stadt hast.

Ab ca. 25 Metern Höhe kannst du dich auf eine 40 Zentimeter dicke Glasscheibe stellen und zum Kern des Turms hinunter blicken. Aber keine Angst, das Glas kann wohl bis 900 Kilogramm pro Quadratmeter tragen.

Ganz oben in der Kuppel befindet sich das älteste noch funktionierende Observatorium, dass jedoch nur zu bestimmten Zeiten geöffnet ist. Im ehemaligen Bibliothekssaal finden jetzt wechselnde Ausstellungen statt. Zur Zeit als wir dort waren eine mit ausgefallenen Hüten, darunter auch Exemplare, die von der Königin persönlich getragen wurden.

Essen – Morgenmad, Frokost und Middag

So nennt man in Dänemark Frühstück, Mittag- und Abendessen. Der Tag beginnt wie bei uns auch mit einem guten Frühstück. Das bekommst du zum Beispiel im Café Europa. Hier kann man sonntags sogar noch bis 15:00 Uhr wunderbar brunchen und bei gutem Wetter auch draußen sitzen.

Smørrebrød

Mittags essen die Dänen gerne ihr Smørrebrød. Kannte ich vorher nur aus der Muppet Show, wobei mir als Kind nicht klar war, dass der Koch mit seinem lustigen Lied ein Butterbrot aus seiner Heimat besungen hat. Smørrebrød sind demnach reichlich und kunstvoll belegtes Butterbrote. Die Basis ist meist das Rugbrød, das bei den Dänen beliebte Roggenbrot, dünn bestrichen mit guter dänischer Butter und dann dick belegt mit allem was das Herz begehrt. Egal ob Fisch, Fleisch, Wurst, Käse oder Ei, der Phantasie sind bei der Kreation eines Smørrebrød keine Grenzen gesetzt.

Besonders hipp und cool ist das Royal Smushi Café, etwas versteckt in einer Seitenstraße der Strøget, gelegen. Hier bekommst du eine kleine aber feine Auswahl an Smørrebrøds in der Größe von Sushi serviert – daher auch der lustige Name – und genießt dabei noch ein richtig tolles Ambiente.

Streetfood aller Nationen

Ein weiteres cooles Konzept ist im April 2014 auf der Papirøen entstanden. Direkt am Hafen gelegen findest du in einer großen Markthalle Street Food aller Nationen. Ob italienisch, spanisch, kubanisch oder mexikanisch, hier wird jeder fündig und mit rund 50 DKK (ca. 6,70 €) bekommst du ein komplettes Essen mit Getränk. Das Besondere ist, das alles Speisen vor Ort frisch und mit regionalen Zutaten zubereitet werden. Auch hier steht Nachhaltigkeit wieder an erster Stelle. Das ganze Konzept wird durch Unterhaltung in Form von Musik, Performance und wechselnden Events unterstützt und du kannst hier einen richtig netten Abend verbringen oder bei gutem Wetter auch tagsüber in den Liegestühlen direkt am Wasser relaxen.

Meine Gedanken zum Schluss

Während die Menschen in London ein Paradebeispiel an Freundlichkeit sind, die Berliner manchmal das genaue, aber charmante Gegenteil und man auf Ibiza easy going lebt, habe ich bis zu unserem Kurztrip nach Kopenhagen noch keinen chilligeren Ort kennengelernt. Man erkennt den Kopenhagener an der relaxten Art und der grünen Dose Bier in der Hand. Kein Witz, von der jungen Mutter bis zur Oma, dem Punk bis hin zum Geschäftsmann, nach Feierabend sind alle gleich und schlürfen genüsslich Tuborg, Faxe oder Carlsberg. Das Sixpack wird schnell im nahegelegenen Kiosk gekauft und dann lässt man sich im Park vor Schloss Rosenborg oder am Nyhavn nieder. Ich meine damit aber nicht kollektive Besäufnisse auf offener Straße, sondern eher ein gemütliches Beisammensein mit der Familie oder unter Freunden. Wenn einer aus der Reihe tanzt, ist es eher ein Tourist. Man sitz irgendwo in einem der coolen Lokale aus denen laut Livemusik ertönt, schippert mit dem Kahn die Kanäle entlang, amüsiert sich im Tivoli, dem stadteigenen Vergnügungspark, fährt mit dem Fahrrad mit eingebautem Lautsprecher durch die Straßen oder chillt gemütlich mit Familie und Freunden auf dem eigenen Bötchen. Da werden mitten in der Stadt die Liegestühle ausgepackt und irgendwie sind hier alle einfach gut drauf. Hier findet man die gelebte Philosophie des Glücklich seins.

Was hast du in Kopenhagen gemacht? Warst du auch im Umland unterwegs und hast Frederiksborg und Kronborg besichtigt? Erzähle mir von deinen Erfahrungen.

11 Kommentare:
  1. Super Nicole, kann dir nur zu hundert Prozent zustimmen. Eine super coole und entspannte Stadt. Wir waren letzten Sommer dort, hatten phantastisches Wetter und sind drei Tage auf E-Bikes durch die Stadt gecruised. Ein kleiner Tipp noch dazu. Man kann sich die Räder monatlich mieten. Ich glaube das hat 10 Euro für zwei Räder gekostet. Danach hat man von Station zu Station immer die erste halbe Stunde frei. Wenn man keine Fahrradtouren macht, braucht man eigentlich nie mehr. Bei uns war das nur einmal der Fall, als wir zur Grundviks
    Kirke gefahren sind. Den Vertrag kann man sofort nach seinem Kurztrippp per Email kündigen. Preiswerter kann man die Stadt nicht erkunden. Die vielen Kirchen in Kopenhagen sind immer eine Besuch wert, aber die Grundviks Kirke war für mich das absolute Highlight. Wer mit Familie kommt und damit die Hotels vielleicht zu teuer sind, wir hatten eine wunderschöne Airbnb Wohnung in Christiania.

    Grüße,

    Peter

    Peter · März 12, 2017
    • Hallo Peter, ich bin ja nicht mehr so der Fahrradfahrer und lieber zu Fuß unterwegs (bin als Kind glaube ich zu viel Fahrrad gefahren – lach), aber der Tipp ist eine super Ergänzung für den Artikel. Auch die Kirche kenne ich noch nicht und werde sie mir beim nächsten Mal auf jeden Fall ansehen. Ganz lieben Dank und hab noch einen schönen Sonntagabend.

      Nicole Manstedt · März 12, 2017
  2. Hey Nicole, das letzte mal war 2011. Zu lange her. Da kannten wir uns noch nicht. 😢Sind aber nicht das letzte mal dort gewesen😊Liebe Grüße Holger

    Holger Fiebig · März 08, 2017
  3. Ach Nicole, wenn ich dein Bericht hier lese und die Bilder sehe ( bei vielen Bildern standen wir übreigens wahrscheinlich direkt nebeneinander 🙂 ) packt mich das Fernweh. Kann alldem nur zustimmen. Ich dachte das Holland das Fahrradland schlechthin ist. Kopenhagen hat mich eines besseren belehrt.
    Wenn man direkt am Nyhvn essen sollte, sollte man sich viel Geld einstecken. Bisschen Brot und 2 Bierchen und man ist mit 30 Euro dabei. Und dann ging uns ein Licht auf, warum viele mit selbst mitgebrachte Speisen auf der Kaimauer gegessen haben und dort die Sonne genossen haben. Ich persönlich könnte dem Ein und Auslaufen der Kreuzfahrtschiffe Stundenlang zuschauen. Vielleicht ein Tip für Autofahrer. Es gibt im Touristoffice eine Karte der Innenstadt wo verschiedene Parkplatzzonen eingezeichnet sind. Sie erstrecken sich ringförmig um den Stadtkern und je näher man dem kommt desto teurer wird das parken. Mitunter ist es so, das eine Straße, eine Parkzone teilt und gleich teuerer wird, obwohl man nicht viel weiter vom Zentrum entfernt ist.
    Vielen lieben Dank für den schönen Artikel
    Liebe Grüße
    Holger

    Holger Fiebig · März 07, 2017
    • Hallo Holger, warst du zur selben Zeit dort? Wäre ja lustig gewesen, wenn wir uns da schon gekannt hätten. Kopenhagen ist eine tolle und kreative Stadt, aber wirklich nicht gerade günstig. Danke dir für den super Tipp für alle Autofahrer unter unter uns. Das ist gut zu wissen.

      Nicole Manstedt · März 07, 2017
  4. Nicht vergessen: Louisiana! Das beste und faszinierendste Modern Art-Museum der Welt mit Meerblick…direkt vor den Toren Kopenhagens. Und noch ein Tipp, wenn ihr unweit von Nørreport Station unterwegs seid: Torvehallene. Das ist ein funky Foodmarket auf dem Gelände des früheren Blumenmarktes am Israelsplads. Moderne Architektur, tolle Delistände indoor und outdoor. Wer es noch wilder mag, der zieht besser in den Kopenhagener Meatpacking District. Das Restaurant „Kul“ = Kohle liegt mitten im ehemaligen Grossmarktareal in der Strasse Høkerboderne. Das Gelände ist Treffpunkt der hippen und coolen Tuborg Schlürfer.

    Lisa Klocke · März 06, 2017
    • Großartig Lisa! Ein paar richtig coole Tipps, die den Artikel super ergänzen! Wenn ich das nächste Mal in Kopenhagen bin, werde ich das alles gleich mal ausprobieren. Danke dir 🙂

      Nicole Manstedt · März 06, 2017
  5. Macht auf jeden Fall noch mehr Lust, sich Kopenhagen ENDLICH mal anzuschauen. Danke für die vielen Tipps !
    Ram tam tam tam…

    Ralf Otterbein · März 05, 2017
    • Lach, danke dir Ralf. Es freut mich, wenn ich dir ein bisschen was von der tollen Stadt zeigen konnte.
      Liebe Grüße, Nicole

      Nicole Manstedt · März 05, 2017
  6. WoW Thank you Nicole, for this beautiful and great article about Copenhagen my home town. 🌹

    /Annette

    OnTrip.dk · März 05, 2017
    • Your hometown is wonderful and inspiring Annette. Great museums, beautiful castles, delicious food and wonderful people. I hope I can travel back to Copenhagen soon ❤️

      Nicole Manstedt · März 05, 2017

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