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Berlin – Zeugnisse des Kalten Krieges (Teil 2): Brennpunkt der deutschen Teilung

Nicole Manstedt · 10.07.2016 · Berlin, Deutschland, Europa

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Mit diesem verlogenen Satz will DDR Regierungschef Walter Ulbrich die Presse beruhigen, während er sich längst mit dem sowjetischen Staatschef Nikita Sergejewitsch Chruschtschow auf die Abriegelung der Grenzen zu Westberlin geeinigt hat. Nur zwei Monate später, in der Nacht zum Sonntag dem 13. August 1961 marschieren Volkspolizei und Betriebskampftruppen an der Sektorengrenze auf und sperren alles mit Stacheldrahtzaun ab. Von einem Tag auf den anderen werden die Menschen in West- und Ostberlin voneinander getrennt, Straßen, Plätze und Häuser geteilt und die Bahn-Verbindungen unterbrochen. In den ersten Tagen wagen viele noch die spontane Flucht, aber der systematische Aufbau der Mauer als undurchdringliche Abrieglung zum verhassten Kapitalismus nimmt seinen Lauf.

Einige hoffen auf das militärische Eingreifen der Amerikaner, die sich aber zurückhalten, um einen Krieg zu vermeiden. Die Diktatur nach sowjetischen Vorbild findet in der DDR ihr Zuhause und verändert das Leben unzähliger Menschen. Die Geschichte dieser Menschen wird in der Gedenkstätte Berliner Mauer erzählt.

Inhalt

  1. Das Fenster des Gedenkens
  2. Die Mohnblume im Kornfeld
  3. Der Schmale Grad zwischen Gut und Böse
  4. Mit Waffengewalt zur Diktatur
  5. Der Befehl zum Mord
  6. Zwischen den Welten
  7. Repression und Revolution
  8. Meine Gedanken zum Schluss

Das Fenster des Gedenkens

Von der Mollstraße/Prenzlauer Allee fahren wir mit der M8 zum Nordbahnhof dem Brennpunk der deutschen Teilung entgegen. Nur wenige Meter von der Station, in der Bernauer Straße hat sich die Geschichte ereignet. Eine Mauer aus dicken Betonplatten, Stacheldrahtzaun, bewacht von bewaffneten Grenzsoldaten hat das Leben vieler Menschen dramatisch beeinflusst.

Das Gedenkstättenareal gliedert sich in vier Themengebiete: Bereich A: Die Mauer und der Todesstreifen Bereich B: Die Zerstörung der Stadt Bereich C: Der Bau der Mauer Bereich D: Alltag an der Mauer

Der erste Themenschwerpunkt zwischen Gartenstraße und Ackerstraße erläutert den Aufbau der einfachen Mauer zur komplexen tiefgestaffelten Anlage zur Fluchtverhinderung, wie Wohnhäuser dem sogenannten Todesstreifen weichen müssen, um den Grenzsoldaten somit ein freies Schussfeld zu ermöglichen und dokumentiert durch viele Aufzeichnungen die Verzweiflung der Menschen in Ost- und Westberlin. Insgesamt kommen 136 Menschen bei dem Versuch den Osten zu verlassen an der Mauer ums Leben. Ihnen ist das “Fenster des Gedenkens“ gewidmet, das den Opfern der Berliner Mauer ihre Individualität wiedergibt, die ihnen im Tod vom Grenzregime genommen wurden. Ich schaue mir die Bilder an, lese die Namen, die darunter stehen und versuche zu begreifen was diese Menschen durch gemacht haben.

Die Mohnblume im Kornfeld

Zwischen Ackerstraße und Strelitzer Straße geht es um die Fluchtversuche der Bewohner aus den Grenzhäusern. Um Menschen, wie Erich B. der mit seiner Familie vom Nachbarhaus Bernauer Straße 42 aus der ersten Etage in ein Sprungtuch der West-Berliner Feuerwehr springt. Er bricht sich dabei den Oberschenkel und liegt sechs Monate im Krankenhaus. Aber er hat es geschafft und ist frei. Die Geschichte von Rudolf Urban dagegen wirkt fast schon wie ein Schlag ins Gesicht. Er seilt sich zusammen mit seiner Frau aus dem ersten Stock ab, stürzt unglücklich und bricht sich das Fersenbein. Dem Ehepaar Urban gelingt zwar die Flucht, aber die Freiheit währt für Rudolf Urban nicht lange. Nur einen Monat später stirbt Er im Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung.

Es gibt aber auch skurrile Geschichten, wie die der 89-jährigen Frau K., die vermeintlich ihren Keller in der Bernauer Straße 44 an zwei Unbekannte vermieten will und von diesen dann in ihrer Wohnung überrumpelt wird, damit beide aus ihrem Fenster in die Freiheit springen können.

Ich bin beeindruckt vom Ideenreichtum der Menschen. Was sie sich haben alles einfallen lassen um der Knechtschaft des SED-Regimes zu entfliehen und auch welche Strapazen sie dafür auf sich genommen haben. Ich bin aber auch erschüttert über die misslungenen Fluchtversuche und meine Gedanken kreisen um die, die es nicht geschafft haben.

Wir laufen weiter an den Umrissen der Grenzhäuser, markierten Fluchttunneln und verschiedenen Themenstationen wie „Das Leid der Menschen“ oder „Die Fluchtbewegung“ vorbei, bis wir zur Kapelle der Versöhnung kommen. Die Kapelle der Versöhnung erinnert an die frühere Versöhnungskirche. Eingemauert im Todesstreifen, steht sie jahrelang verweist im Niemandsland, bis 1989 die Entscheidung zur Sprengung getroffen wird.

Vor der Kapelle ist ein Roggenfeld angelegt. Inmitten der gelben Ären blitzt etwas rotes hervor. Ich gehe näher ran und sehe eine einzelne Mohnblume, die sich ihren Weg durch die starren Gräser bahnt. Fasziniert starre ich das kleine Pflänzchen an. Die Mohnblume galt früher aufgrund ihrer betäubenden Wirkung als Symbol für Vergessen, Schlaf und Tod, hat aber im Laufe der Zeit noch eine weitaus schönere Bedeutung dazu gewonnen. Wer Mohnblumen verschenk, möchte Trost spenden. So legt an jedem 11. November Queen Elizabeth II. einen Kranz Mohnblumen am Kenotaph in London nieder, der an die britischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern soll. Ich frage mich, ob es ein Zufall der Natur ist, das diese eine Blüte hier an diesem Ort wächst und in Gedanken widme ich sie allen Menschen, denen die Flucht nicht geglückt ist und die das SED-Regime auf dem Gewissen hat.

Der Schmale Grad zwischen Gut und Böse

Zwischen Strelitzer Straße und Brunnenstraße geht es um den weiteren Ausbau der Grenzanlagen, die die hohen Flüchtlingsströme unterbinden sollten, die Überwachung der Grenzbewohner und die systematische Einbindung von Zivilisten ins SED-Regime, wie ich es schon im Stasi-Museum erfahren habe.

Da ist dieser Mann, der als Grenzpolizist im Grenzkontrollpunkt Bahnhof Friedrichstraße arbeitet. Er wird von der Stasi abgeworben und verrät als Spitzel unzählige Fluchtvorhaben. Bei solchen Geschichten kommt mir die Galle hoch, aber ich weiß auch, das nicht alle Stasi-Mitarbeiter schlechte Menschen waren. Viele wehren sich gegen das Regime, nutzen ihre Position um zu helfen und wagen selbst die Flucht, die sie oftmals mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Im letzten Abschnitt zwischen Brunnenstraße und Wolliner Straße wird noch mal auf verschiedene waghalsige Fluchtversuche eingegangen, der Dienstalltag der Grenzpolizisten aufgezeigt und politische Aspekte beleuchtet.

Mittlerweile hat es angefangen zu regnet und wir stellen uns an einer Bushaltestelle unter. Den Blick auf eine Hauswand gerichtet, mit dem Bild eines Soldaten, der über den Stacheldrahtzaun springt und dabei seine Waffe wegschmeißt. Conrad Schuhmann war einer der ersten Grenzflüchtlinge und sein Bild wurde zum Symbol einer Nation.

Der Regen lässt nach und wir laufen von der Wollinger Straße zurück zum Dokumentationszentrum, das sich auf der anderen Straßenseite an der Ecke Ackerstraße befindet. Neben uns auf dem Bürgersteig eingelassen die Namen vieler Flüchtlinge und ein weiterer Fluchttunnel.

Mit Waffengewalt zur Diktatur

Im Erdgeschoss geht es mit der Ausstellung „Die geteilte Stadt“ los. Ich erfahre wie es dazu kam und die Auswirkungen und Folgen des Mauerbaus werden noch mal näher erläutert.

Bei den ersten und einzigen demokratischen Wahlen verfehlte die SED die absolute Mehrheit, setzte aber mit Hilfe der sowjetischen Besatzungsmacht ihre Alleinherrschaft durch. 1952 verkündete die SED den Aufbau des Sozialismus. Enteignung von Landwirtschaftlichen Betrieben, die Benachteiligung von Selbstständigen, Zwangskollektivierung sind die Folgen.

Unfreiheit und eine Mangelwirtschaft im Osten und Wohlstand und gesicherte Freiheitsrechte im Westen führten zu einer wachsenden Fluchtbewegung. Bis 1961 verlassen etwa ein sechstel der Bevölkerung die DDR. Um dem entgegen zu wirken wird in der Nacht vom Sonntag, den 13. August 1961 der Befehl zur Abrieglung des Ostens erteilt.

Nach und nach werden die Grenzabsperrungen durch Mauern ersetzt. Eine breite Schneise wird durch die Stadt geschlagen, der Druck der Diktatur wächst. Politiker und Bürger in Westberlin reagieren mit empörten Protest gegen den Mauerbau. In Ostberlin wird dieser sofort im Keim erstickt. Die SED demonstriert ihre Macht mit politschen Maßregelungen, Gefängnisstrafen und wenn nötig auch mit Waffengewalt.

Der Befehl zum Mord

Die SED hatte gehofft die Fluchtbewegung mit dem Mauerbau zu stoppen, aber einige Wenige wagen es dennoch. Unterstützung erhalten sie von Fluchthelfern aus Westberlin. Mit gefälschten Pässen, in umgebauten Fahrzeugen oder durch Fluchttunneln entkommen immer wieder Fluchtwillige der SED. Aber viele bezahlten auch mit ihrem Leben, wie Günther Litfin. Am 24. August 1961 versuchte er durch den Humboldhafen nach Westberlin zu schwimmen. DDR Transportpolizisten entdecken ihn und schießen ihm in den Hinterkopf. Er war der erste Flüchtling. Bei diesem letzten Satz, bekomme ich eine Gänsehaut.

„Gegen Verräter und Grenzverletzer ist die Schusswaffe anzuwenden“

propagiert Erich Honecker in einer Lagerbesprechung für die Umsetzung der Grenzabrieglung. Seine Frau Margot wendet nach dem Sturz der SED ein:

„Es gab keinen Schiessbefehl an der innerdeutschen Grenze es gab nur Waffengebrauchsbestimmungen und die Leute hätten ja nicht über die Mauer klettern müssen. Das ist schon tragisch das sie so dumm waren und das gemacht haben.“

Ich muss es wirklich zwei Mal lesen und bin fassungslos. Nach dem Naziregieme und der Judenverfolgung der nächste menschenverachtende Anschlag gegen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung, konsequent durchgesetzt durch Waffengewalt und gerechtfertigt durch ambivalente Aussagen von fehlgeleiteten Irren.

Zwischen den Welten

Das muss ich erst mal verarbeiten und bleibe regungslos auf meinem Hocker sitzen, bis ich an der hinteren Wand des Raumes Fotos hängen sehe, die meine Aufmerksamkeit erregen. Ich stehe auf und gehe näher ran. Kurt Difflipp, Reinhard Hummel, Brigitte Geschwind und noch viele weitere Namen stehen unter den Fotos, darunter auf Tischen wieder Monitore auf den man sich zur Person kurze Filme ansehen kann.

Ich setze mich auf einen der kleinen Hocker, nehme den Hörer, der im Tisch eingelassen ist in die Hand und betätige den ersten Knopf. Es geht um den Alltag vor dem Mauerbau. Es gab schon die Trennung von Ost und West und die SED war bereits an der Macht und kontrollierte das Leben der Ostbürger. Ich arbeite mich von links nach rechts durch und erfahre viel über den Ost-West-Konflikt, über zwei grundsätzlich verschiedene Welten, zunächst offene Grenzen und Grenzgänger, die tagtäglich zwischen zwei Welten pendeln.

Brigitte erzählt, das ihr Vater im Osten gearbeitet hat, die Familie wohnte im Westen. Trotz Drängen der Familie will der Familienvater seine sichere Arbeitsstelle nicht aufgeben. Damals machte man seine Lehre und wurde vom Betrieb übernommen, in dem man bis zur Rente treu und loyal seinen Dienst verrichtete. Für den Vater von Brigitte somit undenkbar einfach den Betrieb zu verlassen und nicht mehr zurück zu blicken.

Ganz anders ist die Geschichte von Karl-Heinz Nagel. Als junger Mensch lebt er im Osten und arbeitet in Westberlin als Maurer. Ein langer Anfahrtsweg, stundenlanges Warten am Grenzübergang und unmenschliche Grenzkontrollen schrecken ihn nicht ab um für ein paar Westmark sich etwas Luxus in Form von einer Markenjeans, Westzigaretten, Kaffee und Schokolade kaufen zu können. Man war jung und wollte sich etwas leisten können, sagt er. 1961 war dann Schluss. Alle Grenzgänger wurden abgefangen und die Grenze dicht gemacht.

Repression und Revolution

Eine Etage höher geht es Mit „Repression und Revolution“ weiter. Gleich rechts neben der Tür höre ich mir die Geschichte von Werner Coch an. Nach zwei gescheiterten Fluchtversuchen wird er zu 21 Monaten Haft verurteilt. Die Universitäten verweigern ihm zunächst sein Studium wieder aufzunehmen und er wird mit den niedrigsten Arbeiten betraut. Als ehemaliger Flüchtling gibt es keine Chance auf Karriere. Er verheimlicht, das er inhaftiert war, viel zu groß ist die Angst vor Ablehnung. Erst viel später gewinnt er vertrauen und erzählt, das er im Gefängnis war. Aber nur mit der absoluten Sicherheit nicht beobachtet, abgehört oder ausspioniert zu werden.

Ich arbeite mich mich durch die vielen Dokumentationen und Zeitzeugengeschichten bis zur hinter Wand vor. Auf einer kleinen Bühne sitzen ein paar Leute und schauen gespannt auf einen weiteren Monitor, der Auszüge aus den damaligen Nachrichten zeigt. Ich setze mich auf einen gerade frei gewordenen Platz und verfolge wie überall Proteste laut werden. „Stasi raus“ schreien die Menschen und dann die Bilder, die um die ganze Welt gingen. Walter Ulbrich zur Frage, ab wann man aus der DDR ausreisen darf oder Hans-Dietrich Genscher, der seinen Satz zur Grenzöffnung nicht beenden kann, und als die Menge schreit und jubelt, merke ich schon wie sich die Tränen in meinen Augen sammeln.

Meine Gedanken zum Schluss

Klatschende Mengen, die die Ostberliner in Empfang nehmen, hupende Autos, Menschen die über die Mauer von Westberlinern gezogen werden, so viel Solidarität bewegt mich und ich frage mich, wo ist die Solidarität mit den Syrern und Irakern, die von Assad und vom IS terrorisiert werden, den Menschen in Afghanistan, die vor der Taliban flüchten müssen, den Menschen in Somalia, die unter den Folgen des Bürgerkriegs leiden oder in Eritreas, die unter der autoritären Herrschaft von President Isayas Afewerki geknechtet werden? Selbst die Menschen aus den Balkanstaaten, die aus wirtschaftlichen Gründen flüchten, verdienen doch unsere Solidarität. Würde nicht auch jeder von uns alles erdenklich Mögliche tun, um seine Familie ernähren zu können und seinen Kindern die bestmögliche ärztliche Versorgung zu ermöglichen. Ist das kein Grund sein Land zu verlassen? Wieso werden hier so grosse Unterschiede gemacht und wieso nicht mehr getan?

Und mal anders rum gedacht, wieso wandern jedes Jahr so viele Menschen aus? In Deutschland herrscht kein Krieg, wir haben weltweit eines der besten Gesundheitssysteme und umfangreiche Sozialleistungen, dennoch zieht es viele Deutsche in ein anderes Land weil sie glauben in Amsterdam freier leben zu können, weil sie auf Mallorca dem Winter entfliehen möchten, in Thailand alles viel billiger ist, trotz der schweren Staatsschuldenkrise ihr Glück in Spanien finden wollen, weniger Steuern in der Schweiz bezahlen müssen oder in Amerika auf den großen Durchbruch hoffen. Ist das in Ordnung, während man gleichzeitig propagiert das die vielen Flüchtlinge das Land überschwemmen und einem den Arbeitsplatz wegnehmen?

Mal ehrlich, was nimmt mir der Flüchtling weg? Die teure Jacke, die ich vor 3 Jahren in einer Boutique gekauft habe und seitdem ungetragen im Kleiderschrank hängt? Die Wurst, die ich wegschmeißen muss, weil ich wieder mal viel zu viel eingekauft habe und jetzt vergammelt ist? Das Geld, das ich nicht für den Notfall zurückgelegt und lieber mit vollen Händen ausgegeben habe? Oder tatsächlich den Arbeitsplatz, für den ich einfach nicht qualifiziert bin oder den ich gar nicht machen will, weil ich mir zu schade dafür bin?

Was ist mit den Ausschreitungen in verschiedenen Flüchtlingslagern, der steigenden Kriminalität, den Terroranschlägen? Nach den Anschlägen in Paris wurde wieder neue Angst unter den Menschen gesät und die Diskussionen, ob wir den Terror in unser Land lassen wurden groß. Dann der Vergewaltigungsmob in Köln, der für die Pagida-Bewegung natürlich ein gefundenes Fressen war und die Aufruhe in den Medien über entlarvten Terroristen, die sich als Flüchtlinge getarnt hatten.

Ja es gibt auch unter den Flüchtlingen schwarze Schafe, aber die Meisten handeln aus der Not heraus. Wenn es Ausschreitungen in einem Flüchtlingslager gibt, liegt es einfach daran, das so viele Menschen unterschiedlichster Nationalität, Kultur und Religion aufeinander treffen. Menschen, die Angst haben und nicht wissen wie es weiter geht. Menschen, die in einem Land aufgewachsen sind, in dem sie von Klein auf mit Hass und Gewalt konfrontiert wurden und jetzt nicht wissen wie man sich integriert. Nationen, die sich jahrelang gehasst haben und jetzt Tür an Tür mit einander leben müssen.

Liegt es somit an den Flüchtlingen oder vielleicht doch eher an der fehlenden Aufklärung und Organisation, dem mangelnden Personal (im Übrigen könnte man hier auch neue Arbeitsplätze schaffen, anstatt auf freiwillige Helfer zu bauen), den Sprachbarrieren und auch den nicht vorhandenen kulturellen Kenntnissen? Der Flüchtling an sich ist nicht der Feind und nimmt keinem etwas weg. Er ist ein Mensch wie du und ich, der versucht zu überleben, seine Existenz zu sichern und einfach das beste aus seinem Leben zu machen.

Der Film endet als ein Bagger das letzte Stück Mauer in der Bernauer Straße einreisst. Die Mauer fällt und ein weiteres tragisches Kapitel der Menschheit wird beendet, aber auf der ganzen Welt flüchten weiter jeden Tag Menschen.

Wie stehst du zur aktuellen Flüchtlingslage? Hat nicht jeder Mensch ein Anrecht auf seine Grundrechte, egal ob aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen? Was würdest du anders machen? Ich bin gespannt auf deine Meinung.

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