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Die Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz – Vom Kurort Rathen zur berühmten Basteibrücke

Nicole Manstedt · 19.02.2017 · Deutschland, Europa, Sächsische Schweiz

Zwischen grünen Hügeln, schroffen Felsen, und malerischen Wäldern findest du die Sächsische Schweiz. Nicht so wild wie die Alpen oder der Himalaya, aber doch unbezwungen mit steilen Felswänden, tiefen Schluchten und bizarren Felsformationen, die im Nebel wie Riesen über das Tal wachen. Eine eindrucksvolle Kulisse mit den wildesten Szenen des erhabenen Felsendramas. Hier laufen wir über 700 Meter dicke Sandsteinebenen, auf denen vor Millionen Jahren Dinosaurier herumtrampelten, bis sie zwischen den steilen Felsformationen ertrunken sind. Vorbei an Basalthügeln und gefährlich dünnen Felsnadeln, ausgewaschen vom Regen und gezeichnet vom Wind.Das Elbsandsteingebirge gilt als eines der spektakulärsten Wandergebiete Europas. Mit einer Prise Entdeckerlust und ein bisschen Zeit wollen wir einen Teil dieser faszinierende Felsenwelt erkunden und starten mit unserer Tour im Kurort Rathen.

Inhalt

  1. Der Aufstieg über die Schwedenlöcher
  2. Die Basteibrücke und die Felsenburg Neurathen
  3. Meine Gedanken zum Schluss

Der Aufstieg über die Schwedenlöcher

Der Morgen beginnt früh in Rathen, wenn die feuchte Luft aus den Felswänden kriecht und Nebelschwaden sich über das Tal legen. Zunächst müssen wir aber von Dresden Hbf mit der S1 Richtung Schöna fahren. Wir verlassen die barocke Stadt, die höfische Pracht und sächsische Gemütlichkeit, lassen den Goldenen Reiter August in Dresden und sind 30 Minuten später am Ufer von Oberrathen. Per Fähre geht es auf die andere Seite nach Niederrathen direkt in unser kleines Abenteuer. Schon bald verteilen sich die Massen von der Fähre auf die unzähligen Wanderwege in die pure Urlandschaft. Wir entscheiden uns für die 7 Kilometer lange Tour über die Schwedenlöcher, hinauf zur Basteibrücke, vorbei an den Resten der alten Felsenburg und dann wieder hinunter ins Tal.

Der Weg führt uns zunächst durch das verträumte Rathen, vorbei an Souvenirgeschäften und Cafés. Wir folgen dem Wegweiser Richtung Bastei und biegen am Gasthof Sonniges Eck links Richtung Amselsee ab. Ein kleiner Stausee, der zur Fischzucht angelegt wurde und auf dem man heute von April bis Oktober mit dem Ruderboot ein paar Runden drehen kann.

Ein paar lauschige Minuten geht es ebenerdig weiter bis wir die Stufen zur Bastei entdecken. Ab hier beginnt der etwas beschwerliche Aufstieg. Über 700 Stufen und Stege durch die romantischen Schluchten der Schwedenlöcher erkämpfen wir uns unseren Weg hinauf zur Basteibrücke. Der Name „Schwedenlöcher“ stammt übrigens aus dem Dreißigjährigen Krieg, als die Bewohner der umliegenden Dörfer hier Schutz vor den Schweden in den Felsspalten und Vorsprüngen suchten. Und in der Tat führt der Weg über extrem steile Stufen zwischen hohen Felsbrocken und tiefen Schluchten hindurch, vorbei und an moosbewachsenen Felsvorsprüngen und durch teils sehr schmale Durchgänge.

Die Basteibrücke und die Felsenburg Neurathen

Doch die Mühe lohnt sich. 200 Meter über der Elbe erstrahlt der Herbst in allen Farben. Der Ausblick ist gigantisch. Der Blick reicht über das Elbtal auf die Tafelberge der Sächsischen Schweiz bis in die benachbarte Landschaft des Lausitzer Berglandes und des Osterzgebirges. In weiter Ferne höre ich den Ruf eines Wanderfalken. Die gibt es hier nämlich noch, so wie Luchse, Siebenschläfer und Fischotter. Ein Teil der Sächsischen Schweiz rund um Bad Schandau gehört zum Naturschutzgebiet und bietet seltenen Tierarten Schutz und ein Zuhause. Definitiv unserer nächstes Ausflugsziel, wenn wir wieder in Dresden sind.

Jetzt haben wir uns erst mal eine kleine Erholungspause verdient und gönnen uns eine zünftige Mahlzeit im Restaurant mit Panoramablick auf das Elbtal. Bei Sauerbtraten mit Knödeln und Rotkraut genießen wir den tollen Ausblick. Übrigens kann man im Berghotel auch übernachten und entspannt den Sonnenuntergang beobachten. Im Herbst zeigt sich die Sächsische Schweiz von ganz besonderer Schönheit und ich stelle mir einen romantischen Abend am wärmenden Kamin mit grandioser Aussicht auf das wildromantische Basteimassiv vor.

Es geht weiter über die aus den schroffen Felsen geschlagenen Brücke zur Felsenburg Neurathen. Über Stege und Leitern kann man die Überreste dieser mittelalterlichen Wehranlage durchqueren und hat dabei fantastische Ausblicke in den Rathener Talkessel und bei guter Sicht bis zu den massiven Felsgebilden der hinteren Sächsische Schweiz.

Ein Stückchen weiter finden wir hinter einem Felsen noch eine weitere Aussichtsterrasse mit Panoramablick auf die Elbe, die sich durch das grüne Tal schlängelt. Das Rauschen der Dampfer auf dem breiten Fluss, das andere Ufer weit entfernt. Wir lassen den Blick schweifen, atmen tief durch und genießen den Moment der Vollkommenheit, bis wir den Heimweg antreten. Durch die tiefe Felsenschlucht geht es runter ins Tal, bis wir wieder in Rathen sind, wo uns die Fähre behutsam zum anderen Ufer trägt. Es ist spät geworden und wir lassen die wilde Landschaft hinter uns und kehren zurück nach Dresden, mit seinen barocken Schätzen, dem modernen Industrieschick und dem Goldenen Reiter, der schon am Neustädtischen Markt Ausschau nach uns hält.

Meine Gedanken zum Schluss

Sicherlich haben wir nur einen kleinen Teil der Sächsischen Schweiz erkundet und die Bastei gehört eher zu den touristischen Regionen. Jedoch war es ein Vorgeschmack auf unsere nächste Reise. Wenn wir wieder mal in Dresden sind möchten wir mehr sehen und dann auch abseits der touristischen Pfade die Sächsische Schweiz erkunden.

Warst du schon Wandern in der Sächsischen Schweiz? Welche Route hast du genommen? Ich freue mich auf deinen Wanderbericht in den Kommentaren.

3 Kommentare:
  1. It looks also amzing 😍 and Thank you, Nicole 😊

    OnTrip.dk · Februar 19, 2017
  2. WOW Nicole, that is amazing 🙂 I’ve never heard, of or seen pictures from Saxon Switzerland.
    Definitely a place we want to visit one day. The nature looks gorgeous. Thank`s for sharing.
    Have a great sunday
    /Annette

    OnTrip.dk · Februar 19, 2017
    • Thank you so much Annette. Yes the nature there is incredible. We did only the small hike, but there’s so much more to see. You walk past crazy rock formations, have always this gigantic view or pass by caves with funny names like cow barn. I was totally surprised how nice it is. In summer, I definitely want to go back and make a larger hiking tour.
      Have a nice Sunday Annette 🙂

      Nicole Manstedt · Februar 19, 2017

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